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«Was für eine verrückte Idee!» Das dachten Studenten der amerikanischen Elite-Universität Stanford, als sie erfuhren, was ihre Freunde Sergej Brin und Larry Page vorhatten. Sie wollten das «gesamte Internet herunterladen». Das war vor 9 Jahren.
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Die beiden liessen sich aber nicht beirren. 2005 erzielte die Internet-Suchmaschine Google einen Gewinn von 1,47 Milliarden Dollar.
Passt Ihre Vision auch in einen Satz?
Die Vision von Google ist ganz einfach: «Wir wollen das Wissen der Welt für alle zugänglich machen», erklärt Brin. Google schafft keine eigenen Inhalte. Google verweist nur auf Texte, Bilder, Musik und Filme anderer Urheber. Wie die gute alte Zeitung verkauft Google seinen Werbekunden Anzeigen. Diese erscheinen neben den Suchergebnissen. In diesem Jahr wird Google mit diesem ganz einfachen Geschäftsmodell knapp 10 Milliarden Dollar Umsatz machen. Im Gründungsjahr 1998 waren es 200.000 Dollar.
Spinnen Sie Ihre Vision immer weiter
Wer die Google-Zentrale im kalifornischen Örtchen Mountain View betritt, der staunt zuerst über die riesige Mind-Map (Gedächtniskarte), die im Eingangsbereich hängt. Auf 1,5 Metern Höhe und 10 Metern Breite haben die Google-Gründer wirr und mit buntem Filzstift hingekritzelt, wie sie sich die Zukunft ihrer Firma vorstellen: «Webseiten, Bilder, E-Mails, Video; Wissenschaftler einstellen ...».
Google hat sogar einen Mitarbeiter eingestellt, der nur für das Visionäre zuständig ist. Vint Cerf trägt den Titel «Chef-Internet-Evangelist». Der gelernte Mathematiker steckt voller Zukunftsideen. Hier sind einige davon:
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die Digitalisierung aller Bücher der Welt
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die Vernetzung aller möglichen Fahrzeuge und Geräte wie Autos und Handys mit dem Internet
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die Integration aller mit einem Daten-Funkchip ausgestatteten Waren in das Internet.
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Zeigen auch Sie Mut zu einer Vision und spinnen Sie diese unverdrossen immer weiter fort!
Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter mit ein
Während Cerf für die Visionen sorgt, kümmert sich Marissa Mayer, die Chefentwicklerin von Google, um die konkreten, aus den Visionen abgeleiteten Produkte. «Viele Mitarbeiter kommen mit ihren Produktideen zu mir. Es ist mein Job, diese Vorschläge zu prüfen, Verbesserungsvorschläge zu machen und zu schauen, ob die Produkte in unsere Strategie passen», beschreibt Mayer ihren Job. Schliesslich gibt es mit dem Firmenchef Eric Schmidt noch einen Mitarbeiter, der u. a. bei Besprechungen ein klares Ergebnis formuliert.
Chefs allein dürfen niemanden einstellen
Damit den Mitarbeitern die zündende Idee kommt, sorgt Google für eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Dazu gehören eine Gratisverpflegung, ein Massage- und ein Wäscherei-Service. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, in 20 % ihrer Arbeitszeit selbst gewählten Projekten nachzugehen. Davon verspricht sich Google viele neue Produktideen.
Wer bei Amerikas begehrtestem Arbeitgeber anfangen will, muss einen Bewerbungsmarathon durchlaufen. Entschieden wird von einer 6-köpfigen Prüfungskommission im Konsens. Selbst die Gründer dürfen Mitarbeiter nicht eigenmächtig einstellen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Neuen auch wirklich in die Firma passen.
(News erfasst am 24.02.2008)