Todsünden des E-Mail-Marketings

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Am 15. November 2013 von Alexis Kälin E-Mail-Marketing mit keinem Kommentar

Niemand ist davor gefeit, der einen Rechner mit Internetzugang hat. Es trifft uns alle. Den einen mehr, den anderen weniger. Der eine hasst sie, der andere ignoriert sie. Der wissende Leser hat es bereits erkannt, es geht um die tagtäglichen Newsletter und nicht auszuschlagenden Angebote von bekannten und unbekannten Absendern.

Ihnen geht es wohl wie uns: Wir haben bei nicht wenigen Angeboten nicht den Deut einer Ahnung, wieso wir als potentielle Kunden ins Visier geraten sind. Wir brauchen weder Radarwarner, noch stimulierende Pillen, geschweige denn einen neuen Gabelstapler.

Wir denken uns also in der Regel unseren Teil und tragen uns wenn möglich einfach aus dem Verteiler aus oder löschen die Mail.

Was uns aber immer wieder auffällt: Es sind nicht nur obskure Firmen mit fragwürdigem Firmensitz, sondern auch namhafte Unternehmen, die schlicht unprofessionell per E-Mail kommunizieren.

Es beweist:

Nur, weil man eine Mail schreiben kann, hat man noch lange nicht das richtige Rüstzeug um professionelles E-Mail-Marketing zu betrieben.

Hier mal ein paar Alltagssünden und gut gemeinte Tipps, wie man sie umgehen kann.

Schlimm: Falsche Zielgruppe, gekaufte Adressen.
Todsünde Nummer Eins ist eigentlich ein alter Hut. Der Anbieter schreibt einfach irgendwen an, in der Hoffnung darauf, dass schon einer dabei sein wird, der sich für sein Angebot interessiert. Die dafür notwendigen Adressen und Verzeichnisse werden irgendwo gekauft und der Streu-Effekt ist so gross, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Ganz abgesehen davon ist es strafbar, unaufgefordert Mails zu versenden. So wird selbst aus einem attraktiven Angebot strafwürdiger Spam und statt neuer Kunden flattern einem Abmahnungen ins Haus.

Lassen Sie die Finger davon! Denn wer nur den Hauch eines guten Images anstrebt, wird die Chancen auf eine gute Reputation schnellstens verlieren, wenn er wirbt wie ein Marktschreier mit faulen Eiern.

Falsche oder korrupte Anreden in Mails.
Einer der eklatantesten Fehler, der mit dem Kauf dubioser Mail-Adressen häufig einhergeht ist der fehlerhafte Datensatz. Ich zum Beispiel bin mal «Frau Kälin» oder im schlimmsten Fall einfach nur «Klin», weil die Codierung der Mail nicht hingehauen hat.

Dem ersten Problem mit der fehlerhaften Anrede kann man gut begegnen, wenn man sich auf die eigene, bestens gepflegte Adressverwaltung (CRM-System) verlässt und der zweite Fehler, wenn man mit einer Software agiert, die solche Fehler ausschliesst.

Sollte Ihnen weder das eine noch das andere zur Verfügung stehen, dann lautet unser Tipp: Lassen Sie es. Denn nichts wird als peinlicher empfunden, als falsch angesprochen zu werden. Dann verzichten Sie lieber komplett auf die Anrede, anstelle eine falsche zu benutzen.

Auch schlimm: korrupte Bilder im Anhang.
«Sehr geehrter Herr Kälin» so fing eine Mail schon mal gut an, die ich letztens in der Mailbox hatte. Und dann ging es nett weiter und man informierte mich darüber, dass wir genau JETZT deutlich günstiger unser Unternehmen via Plakat bewerben können – wir müssten nur zugreifen.

Um das Angebot zu untermauern wurde ein Bild mit in die Mail eingefügt. Oder zumindest hat man es versucht. Was ankam, war ein Platzhalter. Und so sagt eben auch ein fehlendes Bild mehr als 1’000 Worte.

Wie man so ein Problem vermeidet? Ganz einfach, indem man entweder den Bildaufruf auf einen Webserver verlinkt oder das Bild eben korrekt einbettet. Aus einem technischen Fehler wird ein Mailing-Fiasko – zumindest was unsere Schaltfreude für ein Plakat anging.

Der Sündenfall: E-Mail-Inhalt als Bild versenden.
«Haha!» muss sich irgendein superschlauer Spammer mal gedacht haben, als ihm die Idee kam statt Texte doch einfach Bilder zu versenden, in denen Text steht. So umgeht man geschickt jeden auf Wörter ausgerichteten Spam-Filter. Allerdings nur so lange, bis die Spam-Filter dazugelernt hatten und das ging schnell.

Heute werden Mails auf das Verhältnis Bild zu Text hin überprüft und durch dieses Gitter fallen all diejenigen, die meinen schlauer zu sein als andere.

Clevere E-Mail-Lösungen überprüfen übrigens Ihre zu versendenden Mails und warnen bei einem Ungleichgewicht vor dem Versand. So stellen Sie sicher, dass Ihre eigene Werbebotschaft nicht im Rundordner landet.

Noch sündiger: BCC und mehrere Empfänger in einer Mail.
Nicht wenige kommen auch auf die sensationelle Idee, einfach mal alle vorhandenen Adressen in eine Mail zu packen und diese so zu versenden. Gut, wenn man ein Klassentreffen plant, mag das ein akzeptabler Weg sein, wer jedoch an Geschäfte interessiert ist, für den ist das ein No-Go!

Solche Mails werden so gut wie immer als Spam identifiziert und dann ist nicht nur das Klassentreffen gefährdet, sondern auch der möglicherweise lukrative Abschluss.

Und nie, nie, nie sollte man auf die Idee kommen, die Adressaten offen in das «AN-Feld» rein zu kopieren.  Denn dann weiss nicht nur jeder einzelne der Adressaten, dass der Absender keine Ahnung hat, sondern auch alle anderen wissen, wer das weiss. Um solche Fehler haben sich schon die nettesten Anekdoten auf Kosten des Absenders entwickelt.

Sünden und ihre Folgen: Korrupte Darstellung auf mobilen Endgeräten.
Ein letzter Blick auf den 21-Zoll-Monitor: Selten hat man ein schöneres Mailing gesehen! Mit vor stolz geschwellter Brust klickt man auf «Versenden» und – kriegt das kalte Grausen, wenn man die Mail auf seinem mobilen Endgerät checkt. Nichts ist da, wo es sein sollte, alles ist «zerschossen».

Viele Ihrer Kunden haben nur selten einen 21-Zöller in der Tasche und checken trotzdem ihre Mails.

Professionelle E-Mail-Marketing-Lösungen berücksichtigen so gut wie jedes mögliche Endgerät und die damit verbundenen Systeme. Die zu versendenden Mails werden in Abhängigkeit zum Endgerät dargestellt und alles ist am Ende so, wie es sein soll.

Stimmt die Response trotzdem nicht, dann liegt’s am Angebot, nicht aber an der Darstellung.

Auch nicht gut: Abmeldelink und/oder Impressum fehlt
Es ist gesetzlich vorgeschrieben und trotzdem fehlt es immer wieder: in jeden E-Mail-Newsletter gehört ein Abmeldelink. Ein Klick hierauf, sollte den Leser von zukünftigen Mails «verschonen». Aber auch eine fehlende Adresse des Absenders kann für Unmut sorgen.

Merke: Der Empfänger ist schlicht dankbar, wenn er ohne Aufwand aus einem Newsletter aussteigen kann oder ohne gross zu suchen, alle relevanten Adressdaten findet.

Es ist nur fair, seinen Lesern gegenüber grösstmögliche Transparenz darzustellen und am Ende setzen sich gute Angebote durch, wenn diese sich an die Spielregeln halten.

Machen Sie es besser!
Natürlich gibt es noch zahllose andere Sünden und kleinere Vergehen im alltäglichen Mail-Kosmos. Es würde den Rahmen sprengen, hier alle zu benennen. Aber wenn Sie nur die oben genannten für Ihr Unternehmen umsetzen, dann sind Sie auf einem guten Weg. Ansonsten heisst es eben «dranbleiben an Artwin!», denn dieses Thema wird uns sicher noch häufiger beschäftigen.

Weil man nicht alles selber wissen muss, sondern nur die richtigen Leute kennen sollte, müssen Sie sich nicht den Kopf über alle Details des E-Mail-Marketings zerbrechen.  Schliesslich sind sie gerade bei uns und wie es der Zufall so will, sind wir ein professioneller Anbieter unter anderen von Serviceleistungen rund ums Thema. Aber das wussten Sie sicher schon, oder?

Sie wollen mehr wissen? Dann klicken Sie sich doch mal in unseren E-Mail-Marketing-Bereich rein. Dort werden Sie schnell herauslesen können, dass wir dafür Sorgen können, dass Ihre Botschaften auch dort ankommen, wo sie ankommen sollen.

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