Wie man Pfeffer in einen Geschäftsbrief bringt

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Am 13. Februar 2011 von Alexis Kälin CRM Praxis-Tipps, Marketing Praxis-Tipps mit 3 Kommentaren

«Allerliebster Geschäftsfreund, wie lange ist es nun schon her, dass Du Dich bei uns gemeldet hast? Wir vermissen Dich hier so sehr, wir schmachten nach Dir und Deinen Aufträgen und ein Tag ohne einen Anruf von Dir ist so langweilig wie es ein Dschungelcamp in Zürich wäre». Und so weiter und so fort – haben Sie es gemerkt?

Es gibt Geschäftsbriefe.
Und dann alle anderen Briefe.

Aber überall gilt, dass der Ton die Musik macht. Ein Geschäftspartner will eben nicht angesprochen werden wie die Geliebte eines arbeitslosen Poeten. Dass daraus keine Langeweile entwachsen muss, das erfahren Sie auf den folgenden Zeilen.

Gute Grüsse.

Fangen wir mal unten an. Klassischerweise enden viele Briefe mit den freundlichen Grüssen. Das kann man machen. Muss man aber nicht. Es zeugt von einer gewissen Beschäftigung mit dem Empfänger des Briefes und einer Spur Originalität, wenn man beispielsweise Bezug zum Ort nimmt. Senden Sie einfach mal hin und wieder beste Grüsse nach Lenzburg, wenn Sie uns mal wieder was Getipptes zukommen lassen wollen.

Der Profi kann aber auch «verschneite Grüsse» ebenso senden, wie «winterliche Grüsse», wenn man es nicht ganz so flappsig mag. Der Kreativität ist da viel Spielraum gelassen.

Die «lieben Grüsse» sollten Sie auch denen vorbehalten, die Sie persönlich gut kennen, schätzen und vielleicht tatsächlich ein bisschen lieb haben.

Geschickte Wiederholung.
Der Autor eines Briefes zeugt von einem gepflegten Wissen um die Rhetorik, wenn er die Kernaussage seines Briefes in einer letzten Zeile zusammenfasst. Das kann dann ein «wir freuen uns, Sie bald wieder zu sehen» sein, oder auch ein «Über Ihren Auftrag freuen wir uns genauso, wie Sie, wenn Sie die Ergebnisse sehen werden».

Na ja. So in etwa. Sie wissen schon, wie wir das meinen …

Wie ist denn das mit dem Post Scriptum (PS:)?
Eigentlich ist es ein Relikt aus den guten, alten Tagen, als man noch keine Löschtaste auf dem Federkiel hatte. Man vergass etwas zu schreiben und setzte es einfach in das Post Scriptum. Heute ist es ein beliebter Trick bei Geschäftsbriefen, hier noch mal eine Handlungsaufforderung oder ähnliches zu «verstecken». Denn Untersuchungen belegen: Wenn auch vieles im Text überlesen wird, am Post Scriptum bleibt das geschätzte Auge des Empfängers doch mal hängen. Beobachten Sie sich einfach mal selbst!

Damit wären wir auch schon am Ende dieses kleinen Ausflugs in die Welt des wunderbaren Geschäftsbriefes. In diesem Sinne verabschieden wir uns in diesem Artikel und verbleiben

mit freundlichen Grüssen aus dem schönen Lenzburg

Ihr Artwin-Team

Alexis Kälin

PS: Wir nutzen diesen kleinen Nachsatz dazu um, um Sie um Ihr Feedback zu diesem Artikel zu bitten. Gefällt er Ihnen, würden Sie ihn weiterempfehlen oder hätten Sie ihn am liebsten nie gelesen …? Wir freuen uns auf Ihre Meinung!

 

3 Kommentare

  • Johannes Koppenhöfer
    Am 17. Februar 2011

    Lieber Alexis,

    den Artikel fand ich super. Genau so wie dein neues Newsletterkonzept.

    Viele Grüße
    Johannes

    P.S.: Neben der EMail im Formular steht never pulished.

  • Rolf Tiefenbacher
    Am 17. Februar 2011

    Hallo Herr Kälin,
    Newsletter klasse und die Informationen bei den Tricks und den Geheimnissen direkt einsetzbar. Da kommt Freude auf.
    Weiter so!
    Herzliche Grüße aus Berlin
    Rolf Tiefenbacher

  • Mario Serratore
    Am 7. März 2013

    Hallo Herr Kälin

    Wertvolle Tipps. Vielen Dank.

    Gruss aus Aarau
    Mario Serratore

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